Eis & Inline: Bochumer Speed-Skating 05 e.V.

BoSS 05 Speedskater beim GBC Auftakt in Wilhelmshaven

Margit Morgiel, Christoph Pawlowski und Reinhold Marsollek erfüllen Nominierungskriterien zur Aufnahme in den Seniorennationalkader.

Am 21. und 22.04.2007 fand in Wilhelmshaven die Auftaktveranstaltung der GBC statt. Für den BoSS 05 mit am Start: Margit Morgiel, Christoph Pawlowski und Reinhold Marsollek. Alle drei mussten hier Leistung zeigen, da das Rennen gleichzeitig Qualifikationswettkampf für den Seniorenkader war.
Alexandra Krugliak ging ganz in weiß an den Start. Sie hatte sich für den Dienst als Schiedsrichterin einteilen lassen.

Für Maggi waren die Voraussetzungen denkbar schwierig. An diesem Tag waren viele Damen der deutschen Spitze versammelt, jedoch fehlte das Mittelfeld. Sie war also gezwungen möglichst lange im Führungsfeld mitzukämpfen, um nicht in einem Einzelzeitfahren auf den 42,195 km zu enden.

 Bild von Maggi Morgiel beim WHV

Der Start verlief gut und der Anschluss an die Führung gelang. Leider ließ eine Mitstreiterin in einer schwierigen Kurve kurz abreißen, da unverständlicherweise ein Auto auf der Strecke entgegen kam. Dies kostete gleich 4 Damen den Anschluss. Doch das Rennen wurde gemeinsam tapfer fortgesetzt. Allerdings hatte Maggi noch mit einem weiteren Problem zu kämpfen. Bereits seit dem Winter wurde sie von Hüftschmerzen geplagt, die sich auch an diesem Tag wieder heftig zu Wort meldeten. In der vorletzten Runde wurde der Schmerz dann so stark, dass Maggi die eigentlich moderate Geschwindigkeit nicht mehr mitgehen konnte. Auch ein Zielsprint kam nicht mehr in Betracht. Dennoch rettete sie sich auf Rang 4 ihrer Altersklasse und erfüllte damit schon vorzeitig die Qualifikationsvoraussetzungen für die Aufnahme in den Kader. Die Entscheidung des Senioren-National-Trainers bleibt natürlich noch abzuwarten.

Bild: Maggi Morgiel (158) © 2007 Steven Zimmermann

 

Christoph und Reinhold waren am Start gleichermaßen benachteiligt. Mangels eines GBC-Teams mussten beide von hinten starten und sich erst einmal durch wahre Mengen langsamerer Skater wühlen, bevor der Anschluss an die Führung nach etwa 2 km hergestellt werden konnte. Christoph kämpfte sich sogar bis zur unmittelbaren Führungsgruppe vor, die auch etwa zu diesem Zeitpunkt eine Attacke fuhr, welche den Zug in zwei Hälften spaltete. Während Reinhold sich in Gesellschaft seiner AK Konkurrenten im zweiten Zug befand, kämpfte Christoph vorne weiter mit.

Bild von Christoph Pawlowski beim WHV

Allerdings hatte die harte Aufholjagd und die Positionierung weit vorne im Zug wohl doch zu viele Körner gekostet. Am Anstieg zur Brücke nach einer 180 Grad Kehre verließen Christoph kurzzeitig die Kräfte und er musste zusehen, wie er vom gesamten Zug überholt wurde. Den Anschluss zu halten, daran war nicht mehr zu denken. So fand er sich wenig später bei Reinhold im Verfolgerzug wieder ein. Dort konnte er für den Rest des Rennverlaufs das Renngeschehen aktiv mitgestalten und hatte keinerlei Mühe neben der Tempoarbeit im Wind auch noch taktisches Geplänkel der Mitstreiter zu vereiteln bzw. selbst Akzente zu setzen. Auch Vereinskamerad Reinhold hatte kaum Mühe in diesem Zug mitzufahren. Dabei hielt er natürlich permanent seine AK-Konkurrenz im Blick, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

Bild: Christoph Pawlowski und Reinhold Marsollek © 2007 Steven Zimmermann

Auch noch kurz vor dem Zielsprint war Christoph noch perfekt positioniert. Platz 6 in der Gruppe und sehr gute Beschleunigung waren seine Trumpfkarten. Allerdings wurde bereits sehr weit vor dem Ziel schon ein Angriff von den „Hinterbänklern“ gefahren. Schließlich wollte man nach der Ruhe im Windschatten auch mit um die Plätze kämpfen. Christoph setzte sich in dem Getümmel recht ordentlich durch und behielt Platz 10. Im nachfolgenden Sprint entschied er sich dann dummerweise dazu nach rechts zu wechseln, um dort durchzustarten. Immer weiter nach rechts zog jedoch auch ein Konkurrent, den wohl offenbar schon nach den ersten Schritten die Kräfte verließen. Auch laute Rufe konnten den Sportler nicht davon abhalten die Fahrspur von Christoph vollständig zu blockieren. So musste Christoph mit ansehen, wie etwa 10 bis 15 Fahrer an ihm vorbei ins Ziel rauschten. Platz 12 der AK 30 lautete die Bilanz, die Christoph ein wenig ärgerlich stimmte. Für die Nominierung in den Kader sollte dies wohl noch genügen, jedoch hatte er sich ein eindeutigeres Ergebnis erhofft.

Für Reinhold verlief im Sprint auch nicht alles optimal. Einen Wimpernschlag zu spät hatte er sich entschieden loszusprinten und so einige wertvolle Meter auf seinen AK-Konkurrenten verloren. Diesen geringen Abstand konnte er auch bis zur Ziellinie nicht mehr eliminieren. Platz 2 der AK war jedoch ein sehr ordentliches Ergebnis und auch er schaffte damit bereits jetzt die Voraussetzungen für seine Nominierung in den Kader.

Besonderes Lob gilt in diesem Zusammenhang unserer Schiedsrichterin Alexandra Krugliak, die unter erheblichem Kaffeedopingeinfluss einen tollen Schiedsrichterjob ablieferte und mit geschultem Blick die Einhaltung des Reglements überwachte.

 

BoSS 05:
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