Erfolge am laufenden Band beim 1. Groß-Gerauer Masters-Kriterium
Am 01. und 02.09.2007 fand in Groß-Gerau das erste internationale Masterskriterium im Inlinespeedskaten statt. Für den Boss 05 e.V. waren Maggi und Christoph am Start.
Der
Samstag begann mit dem Masters-Sprintcup bei dem die Einzeldistanz von 300m zu
absolvieren war. Christoph legte auf dem für ihn unbekannten rechteckigen
Straßenkurs von Groß-Gerau eine respektable Zeit von 28,89 Sek. vor. Nur 2
Läufer schafften es diese Zeit zu unterbieten. 3. Platz für Christoph. Das gab
Auftrieb. Maggi gelang durch das spezielle Training ein Superstart und so flog
sie in 35,05 Sekunden über die Ziellinie. Hierdurch siegte sie mit hauchdünnem
Abstand von 11 Hundertstel vor Manuela Azzolini vom LC Solbad. Sieg über die
300m Distanz, das hatte Maggi nicht ansatzweise erwartet. Der Jubel war groß!
Der Wettkampftag ging weiter mit dem Semifinale über 1000m. Mit einem Blitzstart setze sich Christoph sofort von seinen Mitstreitern ab und fuhr das Semifinale souverän alleine nach Hause. Dabei blieb er nur 2 Sekunden über dem deutschen Rekord auf dieser Distanz! Im Finale konnte er gegen die starke Konkurrenz einen guten dritten Platz sichern. In Maggis AK gab es mangels Teilnehmerzahlen keinen Vorlauf, so dass es gleich um die Wurst ging. Maggi konnte hier erwartungsgemäß nicht das Tempo der Spitze mitgehen, aber ebenfalls den dritten Platz sichern, was auch ihrem Ziel für diesen Lauf entsprach.
(Fotos: Norbert Hartig)
Als
Zwischenprogramm hatte sich der Veranstalter ein Staffelrennen einfallen lassen.
Hier startete Christoph zusammen mit Ralf Malzkorn und Stephan Haueisen in der
Kategorie Herren Mixed (AK 30, 40 und 50). Nach einem guten Start konnte
Christoph Kopf an Kopf mit den Lokalmatadoren und Favoriten in die Wechselzone
einfahren. Einige Patzer beim Wechsel kosteten wertvolle Meter, so dass an einen
Gesamtsieg nicht mehr zu denken, war. Allerdings war Platz 2 für das Team von
Christoph, welches noch nie zusammen gefahren war, aller Ehren wert.
Weiter ging es mit dem 3000m Punkterennen. Christoph konnte sofort in den ersten Sprints 2 Punkte sammeln. Da die beiden Führenden nach dem Zwischenstand jedoch deutlich stärker waren, galt es für Christoph den dritten Platz zu sichern. Nach dem Rennmodus glaubte Christoph sich mit zwei Punkten sicher. Ein Fehler, wie sich heraus stellte, denn dummerweise ließ der zweitplatzierte Schweizer den Führenden ziehen und wurde wenige Meter vor dem Ziel von Christophs Gruppe überholt. Dadurch schaffte es einer der übrigen Konkurrenten nach Punkten knapp an Christoph vorbeizuziehen. Danach bestand Gleichstand zwischen ihm und dem Groß-Gerauer Michael Seibel. Der nächste Tag musste die Entscheidung bringen.

Auch für Maggi war in diesem Rennen der Wurm drin. Wenige Meter vor dem Ziel mitten im Sprint verhakte sie sich kurz mit der Schiene bei einer Konkurrentin und stürzte. Der letzte Platz in diesem Rennen, aber damit war die Gesamtwertung noch nicht verloren!
Am Folgetag stand für Christoph ein 5000 m Last-Man-Out Rennen auf dem Programm. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahlen hatte man die Distanz verkürzt und zusätzlich die AK 30 mit der AK 40 zusammengelegt. Christophs Taktik, sich möglichst dauerhaft vorne aufzuhalten, um nicht ausgesprintet zu werden ging bis kurz vor Schluss auf. Leider ließ er sich in der vorletzten Runde durch einen taktischen Fehler auf die Außenbahn drängen, wodurch er den Anschluss an die Gruppe verlor. Michael Seibel hatte sich dagegen geschickt in der Gruppe versteckt und konnte vorbei ziehen und damit im Ziel den dritten Platz erkämpfen. Für Christoph blieb „nur“ der vierte Rang.
Maggi
dagegen hielt ihre Konkurrentinnen souverän in schach. Zwar konnte sie wiederum
nicht mit den Führenden mitgehen, jedoch schaffte sie es ein Ausscheiden zu
vermeiden, bis alle Mitstreiterinnen um den dritten Platz ausgeschieden waren.
Überglücklich über ihren dritten Gesamtplatz beendete Sie das Rennen. Das
nebenstehende Foto zeigt Maggi bei der Siegerehrung über 300m!
Zum Abschluss hatte der Veranstalter ein weiteres Staffelrennen angesetzt. Christoph hatte während der Wettkampftage aus seiner Altersklasse den zweitplatzierten Schweizer und den fünftplatzierten Franzosen näher kennen gelernt. Man war sich schnell einig, dass man in dieser Staffel gemeinsam auf Sieg fahren wollte. So wurde die „International Race Gemeinschaft“ gebildet. Sofort nach dem Start konnte das perfekt miteinander harmonierende Team einen deutlichen Abstand herausfahren, der auch bis ins Ziel noch immer weiter ausgebaut wurde. Erdrutschsieg! Das war ein ganz besonderer Lohn zum Abschluss dieses tollen aber anstrengenden Wettkampfwochenendes!
Der Dank der BoSS 05 Starter gilt den Veranstaltern, die hier eine ganz hervorragende Veranstaltung ins Leben gerufen haben. Und jedem, der noch kein Bahnrennen gefahren ist sei gesagt: Macht es! Marathons sind langweilig dagegen!
Für die Zurverfügungstellung der Fotos danken wir Norbert Hartig!
BoSS 05:
Eisschnelllaufen und Inline-Speedskaten in NRW!